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  “ELMAR” - Ein Kooperationsprojekt zwischen der Hochschule Niederrhein und der Entsorgungsgesellschaft Krefeld GmbH & Co. KG

Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, bis 2050 die Emissionen von Treibhausgasen erheblich zu reduzieren. Damit orientiert sie sich am gemeinsamen Ergebnis des Pariser Abkommens 2015. Um dieses Ziel zu erreichen, soll bzw. muss der Anteil der erneuerbaren Energieträger bei der Energieversorgung in den nächsten Jahren deutlich erhöht werden.

[Bildquelle: © SWK Stadtwerke Krefeld AG]

Hieraus ergeben sich neue Herausforderungen, denn Strom kann durch Photovoltaik und Windkraft nur dann produziert werden, wenn die Sonne scheint und der Wind weht. Andererseits benötigen Energieverbraucher aus verschiedenen Sektoren wie z.B. Privathaushalten, Industrie und Verkehr sowohl Strom als auch Wärme zu unterschiedlichen Tageszeiten und in unterschiedlichen Mengen. Wenn bereits in naher Zukunft die konventionellen Kraftwerke weiter zurückgefahren werden, wächst die Gefahr von Netz-Instabilitäten rasch an.

In dieser Situation kann der Energieträger Abfall dabei helfen, solchen Instabilitäten entgegenzuwirken. Bei der thermischen Verwertung von Abfällen wird Dampf produziert, dessen Energieinhalt flexibel zur Stromerzeugung oder Fernwärmeauskopplung genutzt werden kann. Da der Brennstoff Müll zur Hälfte aus Biomasse besteht, wird er mit diesem Anteil den erneuerbaren Energieträgern zugerechnet, wodurch ein weiterer Anknüpfungspunkt zur Energiewende hergestellt wird.

Um das Potenzial von Müllverbrennungsanlagen hinsichtlich der Reduktion von Schwankungen im Stromnetz zu untersuchen, haben sich die Hochschule Niederrhein, die EGK Entsorgungsgesellschaft Krefeld GmbH & Co. KG und die Stadtwerke Krefeld AG an dem vom Land Nordrhein-Westfalen ausgerichteten Klimaschutzwettbewerb EnergieSektorenkopplung.NRW beteiligt. Nachdem die Anträge aller Projektpartner positiv beschieden wurden, konnte das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit dem Namen “Erzeugungs- und Lastmanagement in Müllverbrennungsanlagen als Beitrag zur Sektorenkopplung (ELMAR)” pünktlich zum 01.06.2018 bei der EGK starten.

Ziel des Projektes ist es, am Beispiel der MKVA Krefeld das Flexibilisierungspotential von Müllverbrennungsanlagen aus technischer, wirtschaftlicher und betrieblich-organisatorischer Sicht zu ermitteln, alternative Fahrweisen im Probebetrieb zu validieren und anschließend auf Nordrhein-Westfalen und Deutschland insgesamt hochzurechnen. Die EGK bringt die besten Voraussetzungen für das Forschungsprojekt ELMAR mit sich. Neben der Müll- und Klärschlammverbrennungsanlage bietet sie eine Reihe zusätzlicher Gestaltungsmöglichkeiten. Dazu gehören das im Anlagenverbund betriebene Großklärwerk, die Klärschlammtrocknungsanlage als Eigenverbraucher für Strom und Wärme, die energetische Nutzung des Faulgases aus der Kläranlage; die Wärmeeinspeisung ins Fernwärmenetz zur Versorgung der Stadt Krefeld sowie drei Blockheizkraftwerke und zwei Heizwerke, die in das Fernwärmenetz integriert sind. Das Projekt leistet somit einen wichtigen Beitrag zur energetischen Optimierung der MKVA und bietet die Möglichkeit für einen weiteren Schritt in Richtung Energiewende.

Das Projekt erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Jahren vom 01.06.2018 bis zum 31.05.2021 und umfasst ein Gesamtbudget von rd. 1.224 T€. Davon entfallen auf die Hochschule Niederrhein 701 T€ und auf die EGK 523 T€. Der Förderanteil beträgt im Fall der Hochschule 90 %, bei der EGK 40 %. Die hierfür bereit gestellten Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE.NRW).

Dieses Projekt wird durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

Kooperationspartner:

SWK HSNR E2 EGK

Gefördert durch:

EU


EFRE


NRW


NRW




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