EGK
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Unternehmen
Die Geschichte der EGK

Anfang der 70er Jahre trat in Krefeld sowohl bei der Abfallentsorgung als auch bei der Abwasserbeseitigung dringender Handlungsbedarf ein.
Eine Rechenanlage aus dem Jahre 1910 konnte die Anforderungen an die Abwassergüte nicht erfüllen.

Eine vorhandene Mülldeponie aus dem Jahre 1928 stand kurz vor der Verfüllung. In dieser Notlage entschloß sich die Stadt relativ früh, die Vorteile eines Querverbundes zu nutzen, um den Anforderungen bei der Entsorgung gerecht zu werden.
Dazu baute Krefeld auf einem gemeinsamen Gelände ein Klärwerk und eine Müll- und Klärschlammverbrennungsanlage (MKVA).

Die Entwicklung der Entsorgungsanlagen über 25 Jahren hinweg war durch ständige Modernisierungsmaßnahmen gekennzeichnet. In dieser Zeit hat die EGK konsequent die sich bietenden Vorteile der verbundenen Betriebe genutzt.

Unsere Firmengeschichte:


1974
Im Frühjahr 1974 ging das Krefelder Zentralklärwerk zunächst mit einer mechanischen Stufe in Betrieb. Aufgrund eines relativ hohen Prozentsatzes an industriellen Abwässern bereitete die biologische Reinigung des Krefelder Abwasser große Probleme. Zahlreiche Versuche für eine biologische Behandlung waren zunächst ergebnislos abgebrochen worden.

1975
Die Verbrennungsanlage entstand zur gleichen Zeit in Ihrer 1. Ausbaustufe. In zwei Verbrennungseinheiten wurde ab November 1975 der Haus- und Gewerbemüll der Stadt Krefeld entsorgt.

1981

Im Jahre 1981 ging die biologische Ausbaustufe des Krefelder Klärwerkes in Betrieb. Die Anlage arbeitet nach einem zweistufigen biologischen Verfahren. Mit Inbetriebnahme der Biologie fiel weitaus mehr Klärschlamm zur Verbrennung an als vorher. Zeitgleich zum Ausbau der Kläranlage stand aber auch die MKVA in ihrer 2. Ausbaustufe zur Verfügung. Es wurde ein dritter Kessel errichtet. Bei einem weiterhin genehmigten Zwei -Linienbetrieb dient ein dritter Kessel als Reserveeinheit. Die Verfügbarkeit für den zwei Linienbetrieb gelangt damit nahe an die 100 % Grenze. Damit war sowohl die Abfall- als auch die gestiegene Klärschlammentsorgung gesichert.

1989
Mit dem bis dahin Erreichten konnte man sich noch nicht zufrieden geben. Sowohl auf der Abwasserseite als auch beim Abfall zwangen strengere Auflagen in der Umweltschutzgesetzgebung die Stadt zum Handeln. Der Rat der Stadt Krefeld entschloß sich zu einer Privatisierung. EAG und EGK erblickten das Licht der Welt.

1.9.1989 Gründung EAG und EGK
Nach einer zermürbenden Ratssitzung geht der Privatisierungsmarathon am 14.6.89 zu Ende. Die neu gegründeten Gesellschaften EGK Entsorgungsgesellschaft Krefeld und EAG Entsorgungsanlagengesellschaft Krefeld nehmen zum September ihre Arbeit auf.

1990-1992 Sanierung und Erweiterung des Klärwerks

Das erste Großprojekt der EGK/EAG ist der komplette Umbau der Kläranlage. Innerhalb von zwei Jahren wird das Klärwerk bei vollem Weiterbetrieb der bestehenden Anlage modernisiert, um eine dritte Behandlungsstufe erweitert und mit einem neuen Klärschlammkonzept versehen. Dabei wird die Kapazität von 800.000 auf 1.200.000 Einwohnergleichwerte erweitert.

1990-1992 Gestaltungskonzept für die EGK

Die drei Konzepte "Bunte Haut", "Frähliches Schiff" und "Transparente Technik" werden für die beiden Anlagen vorgestellt. Das Rennen macht schließlich in einer deutlich abgeschwächten Version die "Transparente Technik": Lichtgraue Fassade mit enzianblauen, roten und violetten Akzenten.

1991 Bau der Faultürme

Zu diesem neuen Klärschlammkonzept gehören die Faultürme, die mittlerweile Wahrzeichen der Anlage sind und in der Öffentlichkeit liebevoll als "Eier" bezeichnet werden. Das bei dem Faulungsprozeß entstehende Biogas wird energetisch in der MKVA genutzt.

2.12.1991 Richtfest Kläranlagenumbau

Mit dem Aufsetzen des Behälterdeckels mit der Richtkrone auf den Faulbehälter 2 wird das Richtfest für den Kläranlagenumbau gefeiert.

4.5.1992 Streik

Vom 4. bis 7. Mai wird die EGK in die Arbeitskampfmaßnahmen der ÖTV einbezogen. Eine Notdienstvereinbarung zwischen Geschäftsführung und ÖTV stellt sicher, daß der anfallende Klärschlamm dennoch in einem Müllkessel verbrannt werden kann. Abfall wird jedoch nicht angenommen.

4.12.1992 Inbetriebnahme der Kläranlage

Die erweiterte Anlage kann frist- und budgetgerecht (273 Millionen DM) am Ende des Jahres in Betrieb genommen werden. Der damalige Umweltminister von NRW, Herr Matthiesen, übernimmt den symbolischen Knopfdruck.
 

31.3.1994 3. Teilerrichtungsgenehmigung MKVA

Die Bezirksregierung erteilt u.a. die Errichtungs- und Betriebsgenehmigung für die drei Linien der Rauchgasreinigung und einen neuen Kessel. Danach können drei Verbrennungslinien parallel betrieben werden.

1993-1995 Bau der neuen Rauchgasreinigung (RRA)

Neue und verschärfte Grenzwerte der neuen Verordnung,
17. BlmSchV, machen eine neue Rauchgasreinigungsanlage nötig. So muß z.B. der neu eingeführte Grenzwert für Dioxine und Furane von 0,1 Nanogramm/Kubikmeter in Altanlagen ab dem 1.12.1996 eingehalten werden. In Krefeld wird zukünftig eine 6-stufige Reinigung der Rauchgase stattfinden.

1.5.1994 Die EGK bekommt eine Schwester - die GSAK

Das "Krefelder Modell" bekommt Nachwuchs. Der ehemalige Fuhrpark wird nach dem bewährten Vorbild privatisiert. Die GSAK Gesellschaft für Stadtreinigung und Abfallwirtschaft Krefeld erblickt das Licht der Welt.

25.6.1995 Tag der offenen Tür im Klärwerk

Erstmals öffnet die EGK ihre Pforten. Rund 3000 Besucher nutzen das Angebot, das modernisierte Klärwerk vor Ort zu erleben.

28.8.1995 Richtfest des neuen Verwaltungsgebäudes

Endlich ist es soweit. Ein Ende der provisorischen Container wird absehbar. Der mit den Aufgaben gewachsene Mitarbeiterstamm kann Anfang 1996 das neue Gebäude beziehen.

11.10.1995 Grundsteinlegung Kessel 1-neu

Auch im Bereich der Verbrennung gibt es neue, strengere Anforderungen. Ein neuer Kessel mit moderner Verbrennungsführung wird den Gesetzen gerecht.

1.12.1995 Inbetriebnahmefeier der RRA

Mit einem Festakt wird die neue RRA pünktlich zum sogenannten EMDA-Termin (Emissions-Minderungsmaßnahmen für Dioxine an Abfallverbrennungsanlagen) offiziell in Betrieb genommen. Krefeld erfüllt so, wie von NRW angestrebt, die Verordnung bereits ein Jahr früher als gefordert. Mit der Inbetriebnahme der neuen RRA (rund 170 Millionen DM) können jetzt alle drei Müllkessel gleichzeitig betrieben werden. Die MKVA darf 340.000 Tonnen/Jahr durchsetzen.

1995 Einbau des Großwasserraumsattdampferzeugers

Mit dem Einbau dieses Hilfsdampfkessels wird die Fernwärmelieferung an die Vertragspartner im Reparaturfall und bei Spitzenbedarf z.B. im Winter sichergestellt.

21.6.1996 Druckprobe Kessel 1-neu

Ein Dampfkessel muß festgelegten Sicherheitsanforderungen genügen. So wird bei der Druckprobe durch den TÜV der normal vorherrschende Betriebsdruck langsam um rund 50% gesteigert. Erst wenn das gesamte System dem Überdruck standhält, wird die Betriebsgenehmigung erteilt.

Februar 1997 Inbetriebnahme Kessel 1-neu

Im Februar 1997 wird das erste Müllfeuer im Kessel K 1-neu entzündet. Im anschließenden Probebetrieb muß der Kessel (rund 160 Millionen DM inklusive der neuen Turbine, der Müll- und Schlackebunkererweiterung u.v.a.) zeigen, daß er die gestellten Anforderungen an den Durchsatz, die Reisezeiten u.ä. einhalten kann.

05.05.1997 Abfallrahmenkonzept Mittlerer Niederrhein

1997 wurde das Abfallrahmenkonzept Mittlerer Niederrhein unter Beteiligung der Gebietskörperschaften Viersen, Neuss, Mönchengladbach, Krefeld sowie der Firma Trienekens verabschiedet. Dieses Konzept wurde im Abfallwirtschaftsplan der Bezirksregierung Düsseldorf bestätigt. Die genannten Gebietskörperschaften steigen schrittweise in die Verbrennung ein, bis sie 2005 ihre Abfälle zu 100 % thermisch entsorgen. Freie Kapazitäten, die in dem Übergangszeitraum nicht von den Partnern genutzt werden, stehen für Drittmengen von außerhalb zur Verfügung. So werden seit 1998 jährlich ca. 70.000 Tonnen Müll aus Hildesheim verbrannt, um die Auslastung der MKVA sicherzustellen. Der Transport erfolgt umweltgerecht über die Schiene.

August/ Sept. 1997 Kaminabriß

Der alte Kamin wird nicht mehr benötigt. Stein um Stein wird der rund 70 Meter große Riese und damit höchster Punkt auf dem Gelände abgetragen. Eine Sprengung ist aufgrund der unmittelbaren Nähe der Kläranlage nicht möglich.

1999 Optimierung der Prozeßwasserbehandlung im Klärwerk

Erklärtes Ziel ist die Minderung der Ablaufwerte und damit verbunden eine Einsparung bei der Abwasserabgabe.

2001 Inbetriebnahme eines weiteren Turbinengenerators, der neuen Dampfturbine T4

Die derzeitige elektrische Leistung von ca. 17 MW kann in Zukunft um bis zu 12 MW erhöht werden.

2002 Abschluß der Optimierungsmaßnahmen im Klärwerk


Durch den Bau eines Speicherbeckens und die Kapazitätserweiterung der Prozeßwasserbehandlung wird die Prozeßstabilität weiter verbessert.

Mit Rückwirkung zum 1.1.2002 hat die RWE Umwelt AG
die restlichen Anteile an der Trienekens AG übernommen.
Damit ist nun die RWE Umwelt AG mit 49% an der EGK und EAG beteiligt.

2003

In 2003 hat die RWE Umwelt AG mehrere operative Gesellschaften ausgegliedert.
Die hierbei entstandene RWE Umwelt West GmbH ist seitdem mit 49% an der EGK und EAG beteiligt.

20.7.2003

Im Juli eröffnet die EGK erstmals MKVA und Klärwerk gemeinsam für die interessierte Öffentlichkeit. Trotz Temperaturen von fast 40 °C kommen rund 7.000 Menschen der Einladung der EGK nach und schauen, was hinter den Kulissen passiert.

Die Mitarbeiter der EGK verzichten an diesem Tag auf Teile ihres Gehaltes zu Gunsten von Krefelder Kinderheimen.


2005

Die Stadtwerke Krefeld AG kaufen die RWE Umwelt West GmbH.
Die EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein wird gegründet. Sie ist mit 49% an der EGK und EAG beteiligt.


2007

Der Gesellschafterrat der EGK beschließt im August einen Ersatzkessel 2 zu bauen. Dieser soll drei vorhandene Kessel ersetzen. Die alten Kessel stellen nämlich aufgrund ihres Alters und dem damit verbundenen steigenden Wartungs- und Reparaturbedarfs für die Entsorgungssicherheit am Niederrhein ein Risiko dar. Erhöhte Wärmenutzung im Kessel und geringerer Energieverbrauch bei der Rauchgasreinigung werden zu deutlich mehr Strom und Fernwärme führen.


2008

Am 20. November 2008 hat die EGK die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn des Ersatzkessels 2 erhalten. Die Genehmigung des neuen Kessels findet unter Beteiligung der Öffentlichkeit statt. Darum gibt es im September an zwei Tagen eine öffentliche Anhörung. Hier werden die schriftlich eingereichten Einwendungen der Bürger zu den ausgelegten Genehmigungsunterlagen erörtert. Die Erkenntnisse und Anmerkungen der Bürgerbeteiligung werden in dem Genehmigungsbescheid der Bezirksregierung berücksichtigt.


2009

Am 1.9.2009 begeht die EGK ihr 20-jähriges Jubiläum. Dieses Jubiläum wird am 6.9.2009 mit den Mitarbeitern und deren Familien gefeiert.

Im Oktober erhält die EGK die endgültige Genehmigung für den “Innenausbau” des neuen Ersatzkessels. Bei gutem und relativ windstillem Wetter geht der Bau zügig und fristgerecht voran. Ein Meilenstein für einen neuen Kessel ist das Setzen der ersten Kesselstütze. Diese wird vormontiert und nach dem Kranaufbau in die Anlage gehoben und entsprechend montiert.


2010

Beim Bau des neuen Ersatzkessels der Müllverbrennungsanlage der EGK wird tonnenschweres Material zentimetergenau zusammengefügt. Ein auffälliges Ereignis ist das Setzen des neuen Kamins im März. Der Kamin wird in drei Einzelteilen mit LKWs angeliefert. Vor 0rt erfolgt dann die Montage. Der Kamin ist 70 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 2,5 Metern.

Am 23. April morgens folgt dann ein ganz besonderes Highlight des gesamten Bauprojektes: das Ziehen der Kesseltrommel, die das Herzstück des neuen Kessels bildet. Für die Montage wird der bestehende Schwerlastkran genutzt. Die Kesseltrommel wiegt ca. 33 Tonnen. Sie hat eine Länge von etwa zehn Metern und einen Durchmesser von ca. zwei Metern. Ihre Wandstärke beträgt etwa 65 Millimeter.

Am 31. August besteht der Kessel die gesetzlich vorgeschriebene Druckprobe. Sie bildet den Abschluss der Druckteilmontage, in deren Rahmen mehr als 200 Monteure mehrere Kilometer Rohre mit über 4.500 Schweißnähten zum Herzstück der neuen Anlage, dem Dampfkessel, zusammenfügten.

Bei der Druckprobe muss der Dampfkessel seine Druckfestigkeit unter Beweis stellen. Schließlich sollen im späteren Betrieb stündlich bis zu 90 Tonnen Frischdampf mit einer Temperatur von 410°C und einem Druck von 41 bar sicher erzeugt werden.

Nach der Demontage des bauzeitlichen Turmdrehkrans mit der Hilfe eines 500 to Mobilkranes im Oktober zeigt die MKVA Krefeld nun weit sichtbar ihr neues schönes Gesicht.

Im Jahr 2010 wird das Trinkwasserlabor der SWK AQUA in das Labor der EGK integriert. Seit dem 20.09.2010 sind die Mitarbeiter des Trinkwasserlabors der SWK Aqua vor Ort.

Das Labor hat für die Bereiche Trink- und Abwasser die Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17025 bestanden. Bei der Akkreditierung durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) wurden neben dem Qualitätsmanagementsystem auch die einzelnen analytischen Fachbereiche auditiert und geprüft.


2011

Im Jahr 2011 wird die Bauphase des Ersatzkessels 2 abgeschlossen. Die erste Müllanlieferung in den erweiterten Bunkerabschnitt zur Abfallbevorratung für den Ersatzkessel ist am 21. März. Mitte März wird der Ersatzkessel erstmals mit Öl befeuert. Der sich anschließende Ölbetrieb dient der Trocknung der feuerfesten Kesselausmauerung und der Erzeugung des Dampfes für das erste Ausblasen des Kessels. Das erste Müllfeuer erlebt der Kessel dann am 28. April. Die Abnahme des Ersatzkessels 2 durch die EGK erfolgt am 21. September. In der darauf folgenden Erprobungsphase muss nachgewiesen werden, dass beim Betrieb des Ersatzkessels alle vertraglich festgelegten Parameter sicher eingehalten werden.

Das um das Trinkwasserlabor der SWK erweiterte EGK-Labor erhält die offizielle Zulassung als Untersuchungsstelle für Trinkwasser, so dass ab August ein motiviertes Team in einem akkreditierten und für Trinkwasser-untersuchungen zugelassenem Labor Untersuchungen, die gemäß Trinkwasser-Verordnung gefordert sind, anbieten kann. In diesem Zusammenhang steht auch der Antrag auf Zulassung zum arbeitsmäßigen Umgang mit Legionellen beim Gesundheitsamt der Stadt Krefeld.

Der für die Wartung des Kanalbetriebes der Stadt Krefeld zuständige Teilbereich der SWK Gesellschaft SETEC ist seit September mit 25 Mitarbeitern und 19 Fahrzeugen auf dem Gelände der EGK ansässig. Die bei der Kanalreinigung anfallenden Abfälle werden direkt am neuen Standort der SETEC entsorgt.

 

 





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